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🎧 03.03.2024 – 3. Sonntag der Passionszeit – Okuli

Predigt: Andreas Riedel

🎧 04.02.2024 – Sexagesimae – Reihe Vater Unser 1

Predigt: Pfr. i. R. Pribul
Predigttext: Matthäus 6, 5-10

Gemeindebrief Vielau für Februar/März

Jahreslosung 2024

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

1. Korinther 16, 14

Was für ein schöner Vers! Ist es nicht das, was uns alle bewegt – sowohl innerlich berührt als auch äußerlich antreibt: die Liebe? – Friede, Freude, Eierkuchen? Nein, so naiv sind weder Paulus noch das Wort Gottes. Paulus kündigt hier am Ende des 1. Korintherbriefes seinen baldigen Besuch an. Er hat vorher gerade sehr offen die Probleme und Streitigkeiten in der Korinther Gemeinde angesprochen. Und er mahnt sie, einen vernünftigen und gottgefälligen Weg zu finden zwischen Beliebigkeit und einem Idealismus, der wenig Rücksicht nimmt, wenn nicht sogar teilweise ausgrenzt. Am Ende des Briefes nennt er konkrete Personen, an denen sich die Gemeinde orientieren könnte und sollte, Timotheus und Stephanas. Und mitten hinein in die Schlussgedanken im Brief setzt er diesen Vers, unsere Jahreslosung. Er könnte wie eine Zusammenfassung seiner ganzen Ausführungen verstanden werden.

Gott gibt uns damit eine so einfache wie zugleich schwierige Formel, mit der wir all unser Tun, gerade wenn es Schwierigkeiten gibt, einer Selbstüberprüfung unterziehen können: Treibt uns die Liebe oder unsere Erlebnissucht? Treibt uns die Liebe oder unsere persönliche Ansicht? Treibt uns die Liebe oder der Groll über empfundene, erlittene Ungerechtigkeiten?

Jeder, der ehrlich in den Spiegel schaut, muss zugestehen, dass er in allen diesen Punkten Schwächen hat. Paulus weiß das. Deswegen mahnt er die Gemeinde nicht nur, sondern spricht den Menschen zugleich Mut zu: Ein starker Glaube an Jesus Christus trägt auch durch unsere Täler, sowohl der ehrliche Blick auf den Gekreuzigten als auch das zuversichtliche Vertrauen auf den Auferstandenen.

Ich kenne beides: meine Schwächen der Selbstverliebtheit, der ungeschickten Rücksichtslosigkeit und das schlechte Denken und Reden von anderen, aber eben auch Mahnung und Trost von meinem Herrn Jesus Christus durch sein gutes Wort, durch liebe Glaubensgeschwister und durch außergewöhnliche Erlebnisse. Und vor allem denke ich bei der Jahreslosung an wunderbare Erfahrungen, wo es mir dank Gottes Hilfe gelungen ist, in schwierigen Situationen nach diesem Grundsatz der Liebe zu leben und auf Egoismus, Selbstgerechtigkeit und Aufrechnung zu verzichten. Wie gut tat das sowohl meinen Mitmenschen als auch mir! Ganz viele dieser Erfahrungen wünschen wir dir für 2024!

Der Kirchenvorstand

🎧 28.01.2024 – Letzter Sonntag nach Epiphanias

Predigt: Andreas Riedel
Predigttext: 2. Korinther 4