Gemeindebrief für Vielau Juli / August / September
Monatsspruch Juli
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach!
Amos 5, 2
Amos hat im Namen Gottes viel zu schimpfen über das Volk Israel. Sie verehren Götzen, die Reichen leben auf Kosten der Armen im maßlosen Luxus, es gibt Unterdrückung, Bestechung und sonstigen Rechtsbruch. Der weit verbreiteten Selbstgerechtigkeit kündigt Amos das Gericht Gottes an: Die Assyrer werden über Israel herfallen und viele Israeliten werden sterben oder in Gefangenschaft kommen. Man könnte das Buch zusammenfassen unter der Weisheit „Hochmut kommt vor dem Fall“ (Sprüche 16,18).
Und mitten in den kritischen Worten baut Amos einen Satz ein, wie es eigentlich sein sollte. Er drückt die Hoffnung und die Zuversicht aus, dass es doch auch den positiven Ansatz der Gerechtigkeit gibt. Und so endet das Buch Amos in der Verkündigung, dass Gott letztlich „die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten“ wird (Amos 9,11). Das klingt wie bereits ein Hinweis auf Jesus, auf sein Wirken und auf seine Herrschaft, die einmal sein wird.
So können auch wir von Amos mitnehmen, dass wir die viele Ungerechtigkeit um uns herum nicht übersehen, dass wir aber im Namen unseres Gottes unseren Beitrag zum „nie versiegenden Bach“ der Gerechtigkeit zu geben versuchen und dass wir in der Gewissheit leben, dass wir genau dieses einmal mit unserem Herrn Jesus Christus erleben werden.
Der Kirchenvorstand

