Gemeindebrief für Vielau Mai / Juni / Juli

Monatsspruch Juni

Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!

Hebräer 13, 3

Der Hebräerbrief spricht der verfolgten Urgemeinde Zuversicht zu angesichts des Kreuzes und der Auferstehung Jesu Christi. Im letzten Kapitel folgen vor den Segenswünschen noch ein paar Mahnungen an die Gemeinde, fest in der brüderlichen Liebe zu bleiben. Mit den Gefangenen und Misshandelten wird recht konkret an von der Verfolgung betroffene Gemeindeglieder gedacht. Man solle diese wirklich unterstützen, mit Gebet, Besuch, Zuspruch, Solidarität, vielleicht auch Sorge um die Angehörigen. Daneben werden andere konkrete Impulse für rechtes christliches Handeln gegeben: Gastfreundschaft, Treue in der Ehe, materielle Genügsamkeit oder auch Gelassenheit gegenüber traditionellen Gebotskatalogen.

So können wir auch heute diesen Vers als Hinweis verstehen, nicht nur allgemein von Nächstenliebe zu reden, sondern konkret für unsere Mitmenschen da zu sein – eben da, wo unsere Mitmenschen uns konkret brauchen. „Gutes zu tun vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Vers 16)

Deshalb sind Christen als Schwarzes Kreuz für Strafgefangene und Haftentlassene da, andere als Blaues Kreuz für diverse Suchtopfer und nicht zuletzt als weltweite Hilfe unter dem Roten Kreuz für Menschen in Not- und Krisensituationen. Wo dir von Gott jemand vor die Füße gelegt wird, dem du helfen kannst, und wie weit deine Kräfte hierfür reichen, das kannst du getrost Gottes Gnade anvertrauen.

Der Kirchenvorstand

Gemeindebrief Vielau für Februar/März

Monatsspruch

Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.

5. Mose 26, 11

Hier wird der Einzelne daran erinnert, seine guten Erfahrungen mit Gott im Gedächtnis zu behalten. Das galt natürlich damals für Israel ganz besonders, als das Volk von Gott aus den schwierigen Verhältnissen in Ägypten ins gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen, geführt wurde. Aber ebenso gilt für dich und mich heute: Erinnere dich an positive Erfahrungen, die du mit Gott gemacht hast. Nichts von dem, was du in deinem Leben an Möglichkeiten und Beziehungen geschenkt bekommen hast, ist selbstverständlich.

Dankbarkeit ist die grundgesunde Einstellung, die es dir ermöglicht, positiv auf das Leben und die Mitmenschen zu schauen. Deshalb sagt Paulus auch im 1. Thessalonicherbrief (5,18): „Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“ IN allen Dingen, nicht ÜBER alle Dinge! Der Blick auf Gott, der Blick auf Jesus, der uns in Liebe eine positive Perspektive in allen Lebenssituationen anbietet, muss nicht unbedingt zu einer äußeren Fröhlichkeit führen (kann dies aber oft!), garantiert aber eine innere Freude darüber, dass wir mit diesem Herrn unterwegs sein dürfen, tolle Erfahrungen haben dürfen und uns auch durch schwierige Situationen auf ein positives Ziel hin begleitet wissen dürfen.

Deswegen diese Aufmunterung im AT bei Mose „Du sollst fröhlich sein!“ wie auch im NT bei Paulus „Seid allezeit fröhlich!“

Der Kirchenvorstand